Meine Vorgehensweise bzw. mein therapeutisches Verständnis ist grundlegend von der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl R. Rogers geprägt. Er vertrat die Auffassung, dass jeder Mensch eine angeborene Fähigkeit zur Selbstverwirklichung hat. Die therapeutische Haltung die diesem zu Grunde liegt, ist sowohl Empathie, Akzeptanz als auch Kongruenz.

Geleitet davon, dass meine Klienten das Ziel der Behandlung bestimmen und stets Experten für das eigene Leben, Erfahrungen und Empfindungen sind, wende ich im therapeutischen / beratenden Gespräch auch Elemente aus systemischer Beratung und Transaktionsanalye an.

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele meiner Klientinnen und Klienten im Laufe ihres Lebens belastende bzw. traumatische Erfahrungen erlebt haben, habe ich die Ausbildung zur „Traumaheilung durch Somatic Experiencing®“ nach Peter Levine absolviert.

Klientenzentrierte Gesprächsführung

Die klientenzentrierte Gesprächsführung wurde von Carl R. Rogers (1902-1987) begründet. Er war ein amerikanischer Psychotherapeut, welcher die Auffassung vertrat, dass jeder Mensch eine angeborene Fähigkeit zur Selbstverwirklichung hat.

Die Haltung die diesem zu Grunde liegt ist, ist in folgenden Eigenschaften benannt:

  • Empathie (einfühlendes Verstehen)
    Der Therapeut fühlt sich in die Gedanken- und Gefühlswelt des Klienten ein, um seine Gedanken und sein Bezugssystem zu verstehen.
  • Akzeptanz (unbedingte Wertschätzung)
    Der Therapeut begegnet dem Klienten mit emotionaler Wärme und positiver Wertschätzung.
  • Kongruenz (Echtheit)
    Der Therapeut versteckt sich nicht hinter seiner Therapeutenrolle und bringt in angemessener Weise seine eigenen Gedanken und Gefühle ein.

Bitte beachten Sie, dass ich keine zertifizierte Weiterbildung hierzu absolviert habe. Diese Methode aber Inhalt meiner Ausbildung gewesen ist.

Systemische Beratung

Die systemische Beratung geht davon aus, dass Individuen immer in Kontexte eingebunden sind. Soziale Kontexte sind z.B. Familie, Freunde und Kollegen. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Umwelt-Kontexte z.B.: das „zu Hause“ oder die Schule bzw. Arbeitsstelle.

Auch wenn Menschen am selben Ort sind, so nehmen sie diesen und was dort passiert unterschiedlich war und daraus können sich Probleme ergeben. So haben Geschwister, die im gleichen Haushalt mit den gleichen Personen aufwachsen unterschiedliche Wahrnehmungen dessen, was dort passiert bzw. passiert ist.

So werden z.B. belastende Situationen beleuchtet und der Klient bzw. die Klientin erarbeitet sich mit beratender Unterstützung und basierend auf den eigenen Ressourcen alternative Handlungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Umgang mit sich und anderen führen sollen.

Transaktiosanalyse

Die Transaktionsanalyse versteht sich zum einen als Theorie der menschlichen Persönlichkeit und zum anderen als Richtung der Psychotherapie, die darüber hinaus z.B. auch Anwendung im Schulwesen und bei der Ausbildung von Führungskräften findet.

Das Ich-Zustands-Modell nimmt einen zentralen Platz bei Transaktionsanalyse ein und aus diesem Grund skizziere ich es hier kurz:

Es gibt 3 Ich-Zustände: Eltern-Ich
  Erwachsenen-Ich
  Kind-Ich

Als Erwachsene befinden wir uns jedoch nicht immer im Erwachsenen-Ich-Zustand, je nach Situation können wir schnell und unbewusst in einen anderen sogenannten Ich-Zustand wechseln:

Es kann sein, dass jemand, wenn er mit seinem Chef spricht im Kind-Ich-Zustand ist und der Chef im Eltern-Ich-Zustand. Ein solches Gespräch findet dann nicht mehr auf der angemessenen professionellen Ebene statt. Angemessen wäre es, wenn beide im Erwachsenen-Ich-Zustand wären und sich von dort aus begegnen würden.

Im therapeutischen/beratenden Kontext können z.B. solche und ähnliche Begebenheiten aus dem beruflichen und privaten Erleben angeschaut und bearbeitet werden.

Somatic Experiencing®

Somatic Experiencing®, ist eine ganzheitliche Methode zur Traumaheilung. Sie wurde von Dr. Peter A. Levine (*1942) entwickelt. Er lebt in Kalifornien, ist Biologe, Physiker und Psychologe. Für mich ist Somatic Experiencing® eine faszinierende und beeindruckende Methode, die ihren Wert nicht nur in der Arbeit mit Menschen die mit einer posttraumatischen Belastungsstörung ärztlich diagnostiziert sind hat.

Somatic Experiencing® geht davon aus, dass jedes Ereignis in dem zu viel, zu schnell und zu plötzlich passiert traumatisch erlebt und verarbeitet werden kann.

So zählen zu möglichen Trauma verursachenden Ereignissen z.B.:

  • Unfälle (starker Aufprall/Verkehrsunfälle)
  • unvermeidbare Angriffe (Vergewaltigung/sexueller Missbrauch)
  • körperliche Verletzungen (Operationen/Vergiftungen/Verbrennungen)
  • Gefahrensituationen im Mutterleib oder während der eigenen Geburt
  • Krankenhausaufenthalte als Baby oder Kleinkind
  • hohes Fieber

Somatic Experiencing® versteht den Menschen in seiner Gesamtheit (körperlich/seelisch/geistig) als "Gefäß" (engl. Container) innerhalb dessen wir Menschen unsere seelischen und körperlichen Gefühle in der Regel gut erleben und (aus-) halten können. Kommt es hier zu Störungen können sich, sowohl psychische wie auch körperliche Symptome und Krankheiten zeigen. Zum Beispiel:

  • Angst/Panikattacken
  • Reizbarkeit/Wutausbrüche
  • Hyperaktivität
  • Depression
  • Rückzug
  • Migräne
  • Asthma
  • Schmerzsyndrome
  • chronische Müdigkeit

Diese Ausbildung hat mich selbst und somit auch meine Arbeit tiefgreifend beeinflusst. Ich habe durch sie zu einem größeren und tieferen Verständnis der menschlichen Seele und des Körpers gefunden, sowie Mittel an die Hand bekommen Belastendem und Traumatischem so zu begegnen, dass es seinen Schrecken nachhaltig verliert.

Entwicklung von Ritualen

Je mehr wir Menschen uns in den alltäglichen Pflichten verlieren, umso mehr entfernen wir uns von uns selbst. Rituale laden ein zum Innehalten, Bei-sich-sein, Träumen und Entspannen.

Im Rahmen der Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten entwickeln wir gemeinsam, da wo es sinnvoll und gewünscht ist, Rituale für einen Alltag, der wieder im Einklang mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen ist.

Rituale in diesem Sinne sind Handlungsabläufe die bewusst und achtsam durchgeführt werden – ggf. zu einer bestimmten Zeit an einem speziellen Ort.

wikipedia.org/wiki/Ritual

Ergotherapie

Ergotherapie ist (wie z.B. auch die Physiotherapie) ein vom Arzt zu verordnendes Heilmittel. Menschen die Ergotherapie verordnet bekommen sind in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Dies kann sich auf berufliche oder alltagspraktische Handlungen beziehen. Die Ursachen für die Einschränkung der Handlungsfähigkeit sind vielfältig, so z.B.:

  • Verletzungen/Operationen z.B. an Arm oder Hand
  • Neurologische Erkrankungen
  • ADS/ADHS
  • Psychiatrische Erkrankungen

Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist es stets die Handlungsfähigkeit des Patienten, der Patientin zu verbessern bzw. wiederherzustellen.

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